Hey Faszination…mal wieder

Ach wie schnell vergeht schon wieder die Zeit. Erst schreibe ich mehrere Beiträge in wenigen Tagen und dann ist wieder tote Hose auf der Seite. Nun gut, auch jetzt schreibe ich eher etwas, weil ich vor lauter Lernerei meinen Tagesrhythmus verschoben habe.

Nun wovon möchte ich eigentlich gerade schreiben. Ach genau. Meine letzte Prüfung steht vor der Tür. Ein wenig Numerik steht an. Dementsprechend schwirren mir derzeit einige Algorithmen zumindest namentlich im Kopf herum. Um spaßeshalber ein paar aufzuzählen:

Gauß Algorithmus mit und ohne Pivot und auch mit und ohne Speicherung, Cholesky Zerteilung und das tolle QR Verfahren. Wobei man bei den Buchstaben QR vorsichtig sein muss. Viel zu viele Bedeutungen. Einmal ist es nur die Zerteilung, dann plötzlich die Methode und dann wieder der Algorithmus. Im einen Moment möchte man nur ein LGS lösen und im anderen ein Eigenwertproblem.

Naja, aber iegentlich war das nicht das Faszinierende, das mich derzeit wirklich beschäftigt.

Nein viel faszinierender, sind wieder die kreativen Anwandlungen die einen nebenbei so antreiben. So wagte ich es als ausgleich in der vergangenen Woche (nachdem ich eine Prüfung hinter mir hatte und dementsprechend etwas Puffer zur nächstwochigen) die Walking Dead Spiele zu spielen. Was soll man sagen. Wirklich wunderbare Inszenierungen. Gerade die Finale beider Teile, sind natürlich zum verzweifeln. Wobei ich das heroische Ende des ersten Teils um weiten besser weckstecken konnte, als jenes des zweiten Teils. Ich möchte jetzt nicht spoilern, aber diese Entscheidungsvielfalt die einem im zweiten Teil geliefert wird, ist auf jeden Fall zermürbender, als das unausweichliche Ende des ersten Teils. Ich muss ehrlich sagen, dass ich es ziemlich extrem fand, wie schnell eine kleine Entscheidung doch so weitreichende Konsequenzen hatte. Ins besondere, weil ich nach dem bisherigen Gameplay nicht damit rechnete, dass gerade das Ende so offen bleiben würde. Ich frag bin extrem gespannt wie Telltale hier den Sprung zur nächsten Staffel bringen wird.

Doch das ganze ist auch nur bedingt das faszinierende, das mich nun beschäftigt. Viel mehr bin ich derzeit erschüttert, wie sehr mich doch dieses Zombie Thema nun fasziniert hat. Hier muss ich aber anmerken, dass ich die Thematik rein geschichtlich faszinierend erachte. Es ist dieses gepaarte Realismus mit Fiction der das Thema so spannend macht. Dass eine Zombie Apokalypse unwahrscheinich ist, sollte klar sein, dass die Menschheit sich von Krankheiten und Parasiten auch nur schwer so schnell und so extrem dezimieren lassen würde, sehe ich auch als kritisch an. Doch mir geht es einfach um dieses Setting. Die Zombies, sind ja in solchen Romanen nur die Spannungsträger und die Personifizierung allen Übels. Die wahre Faszination hinter solchen Romanen, Filmen und Ähnlichem, liegt eher darin, dass es einen schlagartigen Umbruch in der Gesellschaft gibt und die Frage ist, wie damit umzugehen ist.

Ich sehe ein Zombie Szenario ähnlich faszinierend an, wie das auf einer Insel stranden Szenario wie es bei Lost gegeben ist. Wie gesagt, das Übernatürliche, das in solchen Geschichten vorhanden ist, hat ja eigentlich nur den Zweck Action, Spannung und Gefahr einzubringen, die nicht nur vom Alltag des reinen Überlebenskampfes ausgeht. Außerdem beschleunigt es natürlich die Entwicklung des Makrosystems, welches zu überleben versucht.

Gerade das Thema Zombies, hat natürlich zurzeit ein besonderes hoch. The Walking Dead als Serie ist damit natürlich mit Schuld. Aber das Thema, hat sich ja schon in der Vergangenheit immer wieder in den Köpfen der Menschen gehalten. Beispiele gibt es dafür genug.

Mich hat vor ein paar Wochen J. L. Bournes – Tagebuch der Apokalypse fasziniert. Gerade die Hörbuchfassung die von David Nathan, der Batman in der Dark Knight Trilogie synchronisierte, gelesen wurde war atemberaubend. (Übrigens eine klare Empfehlung. Egal ob lesen oder hören.)

Ich muss nur daran denken, wie der Protagonist, ein Navy Pilot, sich nach und nach durch die Welt des Endzeit Szenarios kämpft und überlebt. Überlebenskampf im Auto, auf Booten und im Flugzeug. Ich glaube es gibt kaum einen Überlebenden, mit dem man in solch einen Szenario lieber zusammenarbeiten würde.

Doch eigentlich gibt es viel interessantere Aspekte die ich an diesen Büchern anmerken möchte. Es geht mir um den Realismus. Probleme wie die Haltbarkeit von Treibstoff, Qualität des Wassers und Reinigung dieses per Jod und viele andere überlebens Themen wurden hier eingebracht und brachten mich zum grübeln und genau das ist das faszinierende an solchen Katastrophen Szenarios.

Man fragt sich nämlich wie man sich selbst in solch einer Situaton verhalten würde und was man wie machen würde. Natürlich gibt es nun Leute, die sofort aktiv werden und die Fragen, die ihnen durch den Kopf gehen nicht nur in diesem lösen versuchen, sondern auch aktiv. Nun, ich für meinen Teil mach mir lieber Gedanken im Stillen. Wobei ich derzeit doch etwas dazu geneigt bin, vielleicht das ein oder andere Wort dazu in Prosa zu verfassen. Ich hab mir schon den ein oder anderen Gedanken dazu gemacht und hab dementsprechend fast Lust, auch meine Finger mal wieder anzustrengen und eine Überlebensgeschichte zu schreiben. Auf der anderen Seite, hab ich derzeit genug anderes zutun und weiß natürlich noch nicht, wie lange die Kreativephase noch anhält. Womöglich verfliegt sie sobald wieder etwas Zeit zum schreiben wäre. Leider. Das ist eben dieses kleine Problem an der vorlesungsfreien Zeit. Man hat auf der einen Seite viel Zeit daheim und würde sie gerne umfangreich nutzen. Doch das große Problem ist einfach, dass man dank Prüfungen immer ein schlechtes Gewissen hat, wenn man sich mal die Zeit nehmen möchte.

Die hab ich schließlich jetzt schon, wenn ich wieder einen Monster-Blog-Eintrag fabriziere. Wie wäre es da erst, bei so hübschen Kapiteln mit (it’s over) 9000 Seiten und mehr. (Nun gut, meistens haben sie nur 5000 ;), aber man schreibt ja mehr als ein Kapitel, wenn man mal schreibt)

Ich hoffe ja, dass ich es kommendes Semester endlich mal schaffe, meine Schreibpassion mit dem Alltag in Einklang zu bekommen. Möglich sollte es ja irgendwie sein und vorgenommen hab ich es mir auch. Zudem hab ich auch schon einen Plan. Es gibt da nämlich solch ein Projekt, welches ich mit einem Freund letztes Jahr begonnen habe. Es stagnierte, leider, doch wäre das bisher ausgearbeitete doch etwas schade, wenn es ungenutzt bleiben würde. Weshalb es mein Plan ist, aufbauend auf jenem Konzept regelmäßig (möglichst wöchentlich) Kapitel zu schreiben und auf der Projekt Homepage zu veröffentlichen.

Aber derzeit kommen schon wieder die Zweifel hoch, ob ich überhaupt eine Ahnung hab was ich schreiben möchte. Denn bisher hab ich zwar gerne an Welt und Gestaltung des Konzepts gearbeitet, aber ich hab mir kaum Gedanken gemacht, von wem ich schreiben soll und was überhaupt passieren wird. Naja, vielleicht kommt das noch. Ansonst gibt es ja noch Rising Sun, mit dessen Neuauflage hab ich zumindest jetzt mal angefangen, doch hab ich nun auch schon wieder seit August nicht weitergeschrieben, weshalb ich mich langsam wieder ransetzen sollte. Hoffentlich ab nächstem Dienstag, wenn die Prüfung hinter mir ist. Aber erstmal sehen. Es gibt so vieles was man machen möchte und auch so vieles, was man ebenfalls tun sollte.

Jetzt möchte ich aber zum Schluss kommen und naja, ein Titelbild für diese Textwand hab ich jetzt leider nicht mehr rausgesucht, nachdem ich keine Ahnung hatte, was ich wählen sollte. Vor allem, weil ich am Anfang noch nicht genau wusste, wovon ich schreiben würde. Aber ich habe ja vor, bald wieder etwas zu schreiben und da ich ein paar Zeichenprojekte auch anstrebe, werde ich ja vielleicht davon etwas mal zeigen können. Wenn das ganze so klappen sollte, wie ich es mir vorstell.

Derweil vielen Dank, an jene die das Lesen und bis zum nächsten Mal.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*