Himbeeren…ich mag Himbeeren

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Ja. Ein Blick auf das angehängte Bild lässt wohl schnell erkennen, welche Himbeere ich meine. So sehr ich diese Früchte – darf man sie jetzt wirklich Früchte nennen? – liebe, bezieht sich meine neue Affektion aber auf das Raspberry Pi. Einem Mikrocomputer, der wenn man ihn aus seiner pinken Box holt gerade mal eine Platine ist, die ungefähr die Fläche einer Kreditkarte hat.

Ja, nun kann man sich fragen? Schön und was will ich mit so etwas? Gute Frage. Im Endeffekt würden wohl viele Personen meinen, dass so etwas für sie nicht zweckmäßig sind. Zumindest jene, welche ein Gerät nur mit klarem Zweck kaufen und es eigentlich auch nur schnell anstecken und nutzen möchten.

Da ist der Raspberry in seiner Idee wohl etwas anders aufgelegt. Ein Gerät, welches nicht sonderlich teuer ist, keine besondere Ausstattung bietet und im Endeffekt offenbar für keinen festen Zweck zu erwerben ist. Naja. So kann man das vielleicht auch nicht sagen. Der Raspberry Pi hat natürlich einen Zweck, nämlich den Zweck, dass der Käufer damit macht, was er will.

Das Gerät ist im Endeffekt ein einfacher Einplatinencomputer oder auch Mikrocomputer, der an sich schon von Haus alles an Hardware mit sich bringt was nötig ist. Nur eine Ausnahme nicht und das wäre der Speicher, aber damit hat man den Vorteil, dass man schnell eine Speicherkarte auch von einem anderen Gerät präparieren kann und bloß noch in den Raspberry hineinschieben muss. Zudem stellt Flashspeicher eine der wohl größten Fehlerquellen dar, denn dieser geht mit der Zeit unter Umständen doch schneller ein, als es einem lieb ist. Das gilt für die anderen Komponenten dagegen nicht. So lange man sie konform nutzt, sollten sie doch sehr langlebig sein und eben auch viel bieten. Nun fragt man sich trotzdem: Was will ich mit solch einem Gerät?

Eine nicht einfach zu beantwortende Frage. Im Endeffekt kann man aber sagen, dass man damit alles machen kann, was man möchte. Natürlich gibt es gewisse Grenzen der Möglichkeiten, die rein auf Hardware Basis mit dem Raspberry Pi möglich sind, aber diese darf man nicht unterschätzen.

Im Endeffekt muss man einfach sagen, dass man den Pi auspackt, vielleicht noch in ein Gehäuse einsetzt und dann am PC schnell eine SD Karte vorbereitet um ihn zu starten. Auf die SD Karte spielt man dann einfach ein Betriebssystem oder einfach nur einen Bootmanager und schon kanns los gehen.

Manche fragen sich jetzt vielleicht,  was für ein Betriebssystem man auf den Raspberry Pi aufspielt. Hierbei gibt es mehrere Möglichkeiten. Bekannt und stark verbreitet und empfohlen wird der Raspbian. Eine für den Raspberry Pi angepasste Debian Distribution.

Es gibt aber auch zahlreiche andere Möglichkeiten. So gibt es schon vorgefertigte oder eher vorbereitete Mediacenter Betriebssysteme, die auf XBMC basieren. Im Endeffekt kann man aber davon ausgehen, dass sie alle irgendwie mit Linux zutun haben. Obwohl es auch ganz eigene Betriebssysteme für speziellere Anwendungen gibt und natürlich ist auch Android nicht abwegig auf solch einem Mikrocomputer.

Nun habe ich mit den Betriebssystemen schon ein paar Verwendungsmöglichkeiten verraten. So kann man also schnell eine Raspbian aka Debian Distribution auf dem Raspberry Pi installieren und damit arbeiten. Wie schon gesagt, muss man natürlich etwas schauen, dass man die Hardware richtig nutzt und man sollte sich vielleicht nicht erwarten, dass man damit wie an seinem Heimcomputer arbeiten kann. Aber rein theoretisch ist damit schon Surfen möglich und auch einfache Arbeiten können erledigt werden.

Ebenfalls habe ich aber auch die Anwendung als Mediacenter erwähnt. Hierfür ist der Raspberry Pi auch fast schon berüchtigt. Denn es gibt sehr viele Erklärungen, wie man ihn hierfür konfiguriert beziehungsweise installiert. Wie schon erwähnt bieten einige vorgefertigte Betriebssysteme (z.B. OpenELEC oder Raspbmc) diese Funktionen schnell an. Einmal installieren und man kann theoretisch schon mit einem Datenträger Videos in FullHD auf dem Fernseher abspielen lassen und das per HDMI.

Doch ich möchte in diesem Beitrag nicht zu sehr in die Materie gehen. Ich werde vielleicht mit genaueren Details in Form von Bastler Blogeinträgen erstellen. Deshalb jetzt auch eher ein paar Infos und meine ersten Erfahrungen

Dementsprechend war ich als ich heute das Gerät ausgepackt hab sehr begeistert. Schnell wurde per BerryBoot, einem Bootmanager der sogar automatische Installationen von verschiedenen Raspberry OS ermöglicht, mein Pi in Betrieb genommen und ich durfte wieder ein paar Erfahrungen mit Linux machen.

Für mich selbst hat sich einfach gezeigt, dass ich als Student der Mechatronik und entsprechend der Automatisierungstechnik mich mit solchen Geräten auseinandersetzen muss. Ich hab im letzten Semester erst ein Modul darüber belegt gehabt und im vergangenen Jahr wurde mir ein Microcontroller geschenkt und im Endeffekt bietet der Raspberry Pi ähnliches, nur vielleicht noch umfangreicher.

Er bietet viele Anschlüsse die ein normaler Computer auch hat und verfügt aber gleichzeitig auch über I/O Schnittstellen, die man eher von einem Microcontroller erwartet. Dementsprechend kann man auch als Bastler auf der Hardware Seite das ein oder andere mit dem Gerät anstellen. (z.B. eine Konsole basteln, wie es hier auf YT von The Ben Heck Show gezeigt wird.)

Bisher hab ich ein bisschen das Ziel anvisiert, dass ich mich mehr mit Linux zu beschäftigen lerne und das nicht nur auf der Serverebene, wie ich es für meine Website hier schon nutze, sondern auch auf der Heimanwender Ebene (und gar spezieller). Dementsprechend durfte ich auch meine ersten Rätselspiele bei der Konfiguration haben und mir gedanken machen, wie ich manche Dinge per Konsole und nicht per GUI zu erledigen habe. Auch wenn es natürlich auch eine GUI unter Raspbian gibt, die ich aber nur bedingt nutzen möchte.

Mein Fazit ist, dass man unter Linux doch ein wenig anders sein WLan einrichten darf, dass es ziemlich schnell geht, dass man sich mit seinem Desktop per SSH und Remotedesktopverbindung auf den Raspberry Pi verbindet und natürlich, dass ich noch viel zu lernen habe.

Mal sehen, ob ich die nächsten Tage jetzt mehr von meinen Erfahrungen hier verbreite. So lange, aber erstmal diese kleine Einführung in mein neues Spielzeug.

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