Von Träumen, Wünschen und Erfahrungen

Es hat doch länger gedauert als erwartet, dass ich diesen nächsten Eintrag auf meiner Seite hier erstelle. Ja nun, ich hatte zwar das ein oder andere Mal hergeschaut und mir überlegt, was soll ich schreiben, doch so richtig fiel mir nichts ein. Nun jedoch, während ich hier dran sitze kommen mir doch ein paar Ideen. So kann ich wohl von einigen Erfahrungen erzählen, die ich in den letzten Wochen wieder vermehrt machen durfte. Doch wo fange ich am blödesten an, wenn ich diesen tollen Beitrag schreibe? Vielleicht sollte ich einfach ungefähr da anfangen, wo ich beim letzten Beitrag aufgehört habe.

Das Thema Projekte, Wünsche und Träume. Darauf könnte man es ja wohl – zumindest teilweise – zusammenfassen.

Gut, nun fangen wir an. Sonderlich weitergekommen bin ich leider bisher noch nicht mit einem meiner dringlichsten Projekte. Damit meine ich Projekt X: SOl den ersten Band. Ende Mai hab ich mir als Deadline für den ersten Entwurf gesetzt. Nun mal sehen, ob ich in den nächsten Wochen die Zeit dafür finde, wobei ich es auf jeden Fall schaffen möchte. Schließlich möchte ich meinen erschriebenen Gutschein vom NaNoWriMo nutzen und mein Buch zumindest in fünf Autorexemplaren drucken lassen.
Ich hoffe ich finde die Inspiration für weitere Kapitel und dazu endlich die Handlung so weit fortschreiten zu lassen, dass der erste Band auch wirklich abgeschlossen ist. Doch muss ich erst einmal die nötige Kreativität, Zeit und Ruhe nehmen. Theoretisch alles eine Sache der Motivation und Disziplin. Trotzdem steht man sich auch hier gerne selbst im Weg.

Meine Prüfungszeit hab ich auch mehr oder Minder erfolgreich abgeschlossen und werde mich nun endlich an Modulen erfreuen dürfen, die auch spezieller mit meinem späteren Fachbereich zutun haben. Das hat man auch direkt am Anfang des Semesters gemerkt, als man in kleineren – trotzdem überfüllten – Hörsäalen ankam und Vorlesungen hören durfte, die auf einer ganz anderen Art des Vortragens basieren. Es wirkt wohl weniger unpersönlich und man merkt, dass die Dozenten nicht nur einfach vorlesen, sondern erkennen, dass nun die Leute vor ihnen sitzen, die wirklich etwas lernen möchten. Das ist doch ein total anderes Gefühl, muss man feststellen. Mir wird inzwischen auf jeden Fall klar, dass auch Fachbereiche, wie zum Beispiel Numerik, viel interessanter sind, als man vom Namen her vielleicht geschlossen hätte. Dementsprechend fühle ich mich auf eine neue Art und Weise in meinem Studium bestätigt und motiviert. Hoffentlich hält das auch über die Prüfungen hinweg an, schließlich können gerade diese einem den Boden wieder unter den Füßen wegziehen.

So was gibt es denn noch für interessante der letzten Wochen? Ah vielleicht Spiele. Der Abschluss der vorlesungsfreien Zeit hat mir die Zeit geboten, dass ich endlich mal wieder ein Computerspiel spielen konnte. Damit meine ich das damals auch erschienene Bioshock Infinite. Ein wirklich geniales Spiel. Vielleicht würden manche meinen, dass es im Vergleich zu den vorhergehenden Spielen langweilig oder sonst etwas war. Für mich war es eher durch seine Handlung und Philosophie faszinierend. Besonders das Ende hat es mir angetan. Ein Ende, welches vieles zusammenbringt und doch mehr Fragen stellt, als es beantwortet. Ich möchte nun nicht ausversehen jemanden zu viel erzählen, aber das Spiel ist wirklich phantastisch und extremst stimmig.

Worüber könnte man nun noch schnell berichten? Ach ja. Das Frühlingsfest in Stuttgart ist am Laufen und nach langer Zeit hab ich mir wirklich mal wieder einen Abend genommen, um mir ein Bild davon zu machen. Mein Fazit war, dass es mit meinen Freunden sehr viel Spaß gemacht hat zu feiern und doch bin ich nach dem Wasen wieder mit gemischten Gefühlen nach Hause gefahren. Während auf dem Gelände des Wasens noch alles wirklich toll war und man voller Euphorie sich denkt, dass der Tag nicht schöner sein könnte, wird einem beim Heimweg doch bewusst, was für Kehrseiten das Ganze doch auch mit sich bringt. Ich war noch einige Zeit in der Stadt unterwegs, bevor ich endgültig heimgefahren war. Da konnte ich trotz eigenem Alkoholkonsum sehr gut erkennen, wie unterschiedlich die Menschen doch auf alles reagieren. Wenn man sieht, wie Spuren von Erbrochenem auf dem Boden der Stadt prangern, wenn man das herumkreischen der Personen hört, dann macht man sich – wenn man noch klar genug im Kopf ist – doch seine Gedanken. Für mich war es eine Erfahrung, die mir gezeigt hat, wie unterschiedlich der Mensch auf C2H5OH reagiert. Die einen werden aggresiv, andere total redseelig und unbekümmert, andere werden schläfrig und wieder andere sehr nachdenklich. Ich wurde an diesem Abend sehr nachdenklich und war überrascht, wie viel ich unvoreingenommener gesehen habe. Oft versuche ich eher optimistischer zu denken, wenn auch trotzdem mit einem gesunden Maß an Realismus.
An diesem Abend hatte ich mir viele Gedanken gemacht über unnötiges und fast schon vandalistisches Verhalten, über Gewalt, Aufdringlichkeit und fehlende Kontrolle. Sogar ein Gespräch mit einem Polizei Azubi hatte ich auf dem Heimweg. Er hat mir total offen davon erzählt, wie er seine Ausbildung so wahrnimmt und was er dabei alles so erlebt und erfahren hat. Da machte ich mir doch meine Gedanken und überlegte, wie ich mein Umfeld in verschiedenen Situationen wahrnehmen durfte. Doch überraschend für mich war es, als er mir dann beim Aussteigen aus der Bahn noch gesagt hat, wie schön es doch für ihn mal war, über all das zu reden und dass er selten so ein gutes Gespräch mit jemandem unterwegs hatte. Da fragte ich mich doch, muss dieses ganze Verhalten, für das man sich fast schon fremd schämt, von den Menschen um einen herum sein. Ins Besondere, wenn man sich selbst sieht, als jemanden der ebenfalls seinen Spaß hatte, der auch genug getrunken hat und vermutlich sogar auf einem ähnlichen Pegel war und trotzdem saß ich da und war in der Lage ein interessiertes Gespräch zu führen und das in aller Ruhe? Das machte mich nachdenklich und führte dazu, dass ich mich ehrlich fragte, was die Menschen wirklich zu dem macht, was sie in solchen Situationen zeigen? Werden solche Folgen des Rausch vom Charakter, Körper oder doch von ganz anderen Dingen beeinflusst? Kann man mit reiner Willenstärke sich gegen eben jene Einflüsse zur wehr setzen? Kann es sein, dass vielen Leuten heute einfach die Disziplin oder vielleicht auch eher das Ehrgefühl beziehungsweise das Gewissen fehlt, um sich normal zu verhalten? Kann es sein, dass der ganze Streß und das sich zurückhalten müssen, viele Leute dazu bringt, dass sie eben, wenn sie weniger gehemmt sind durch Alkohol, ihre guten Vorsätze vergessen und all das über Wort werfen, woran sie normal festhalten, nur um frei zu sein? Vermutlich ist diese Frage die ich mir in diesen Momenten, aber auch noch jetzt, stellte stark psychologischer Natur.

Gut, nun möchte ich das Thema aber auch ruhen lassen. Vielleicht lässt sich irgendwann wieder von solchen Erfahrungen berichten und vielleicht werde ich meinen nächsten Post auch schon schneller fabrizieren als diesen hier. Aktuell wollte ich nur ein paar Punkte durchgehen, die mich nun einmal beschäftigt haben, als ich die Tage durch die weite Welt wandelte und vielleicht fühlt sich ja jemand dazu genötigt oder auch von solchen Erfahrungen hier zu berichten.

Auf jeden Fall wünsche ich viel Spaß und Erfolg an alle die dies Lesen, aber auch an jene die es nicht werden.

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